Nachhaltig bauen. Praktisch lernen.
Nachhaltigkeit wird besonders verständlich, wenn sie praktisch erlebt werden kann. Im Rahmen des Projekts wurde auf dem Schulgelände in Furth im Wald gemeinsam mit arbeitslosen Jugendlichen sowie Schülerinnen und Schülern des Pädagogischen Bildungszentrums ein energetisches Holzhaus für Kinder errichtet. Das Projekt verbindet ökologische Bildung mit praktischem Arbeiten und beruflicher Orientierung.
Beim Bau konnten sich die Jugendlichen aktiv einbringen: Sie lernten Materialien, Werkzeuge, Konstruktionsprinzipien und Arbeitsabläufe kennen, übernahmen Verantwortung und erlebten unmittelbar, wie aus einer Planung Schritt für Schritt ein reales Gebäude entsteht. Gleichzeitig vermittelt das Haus Grundwissen zu klimafreundlichen Bau- und Dämmstoffen, Regenwassernutzung sowie einfacher Solar- und Photovoltaiktechnik.
Das fertiggestellte Ökohaus verbleibt auf dem Schulgelände. Es dient künftig als dauerhaftes Anschauungs- und Praxisobjekt für Schülerinnen und Schüler, Kindergärten und Schulen und macht die Themen Nachhaltigkeit, Energie, Wasser und Ressourcenschutz an einem konkreten Modell erfahrbar.
| Grundfläche | ca. 15 m² (5,00 m × 3,00 m) |
| Ausgewiesene Innenfläche | 13,08 m² |
| Bauweise | Holzrahmenkonstruktion |
| Baustoff | überwiegend Holz |
| Gebäudehülle | Holzfassade, Fenster und Türen |
| Dach | Holzkonstruktion mit Abdichtung |
| Nutzung | Lern-, Anschauungs- und Praxisraum |
| Schwerpunkte | Energie, Wasser, Dämmung, Biodiversität und Handwerk |
Das Ökohaus ist nicht nur das Ergebnis des Projekts – der Bau selbst ist ein wesentlicher Teil des Lernprozesses. Die Jugendlichen erfuhren Planung und handwerkliche Umsetzung unmittelbar und lernten, Arbeitsabläufe zu verstehen, Aufgaben gemeinsam zu lösen und sorgfältig mit Werkzeugen und Materialien umzugehen.
Ein zentrales Querschnittsziel des Projekts ist der Erwerb beruflicher Handlungskompetenz. Praktische Erfahrungen schaffen einen niedrigschwelligen Zugang zu beruflichen Tätigkeiten und ermöglichen es den Jugendlichen, eigene Stärken und Interessen zu entdecken.
Das fertige Gebäude wird zum Anschauungsmodell für ökologische und technische Zusammenhänge.
Mit dem Abschluss der Bauarbeiten endet das Projekt nicht. Das Ökohaus verbleibt dauerhaft auf dem Schulgelände und wird als Lern-, Anschauungs- und Praxisobjekt weitergenutzt. Vorgesehen ist die Nutzung unter anderem im Fach MNE sowie für praktische Arbeiten mit Kindergärten, Grund- und Mittelschulen. Kinder können somit das Gebäude künftig als anschaulichen Zugang zu Nachhaltigkeitsthemen nutzen.
Damit wird aus einer zeitlich begrenzten Baumaßnahme ein langfristiger Bildungsort: Kinder und Jugendliche können am realen Objekt nachvollziehen, wie nachhaltige Baustoffe, Energiegewinnung, Wassernutzung und ökologische Gestaltung zusammenspielen.